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Frauenfußball: Die Ära „Frauenfußball“ der Sportfreunde aus Sießen und Illerrieden geht zu Ende.

Nach über 10 Jahren Frauenfußball beenden beide Vereine die Spielgemeinschaft Sießen/Illerrieden. Der Kader, der noch zum Großteil aus den Gründungsmitgliedern besteht ist in die „Jahre“ gekommen. Viele Spielerinnen beenden ihre Fußballkarriere oder können beruflich nicht mehr ausreichend am aktiven Sport teilnehmen. Mit einigen Ausnahmen fehlt es auch in beiden Vereinen am Nachwuchs und so konnten die Verantwortlichen für die kommende Saison keine Mannschaft mehr melden.
Schade! Dennoch kann die Mannschaft auf eine turbulente Zeit zurückschauen mit etlichen Highlights und vor allem auf den Höhenpunkt, die Meisterschaft in der Saison 2012/13 und den Aufstieg in die Regionenliga. 
Aus einer Gruppe junger fußballinteressierter Mädchen entwickelte sich in Illerrieden sehr schnell ein Potenzial, das durch das Engagement von „Aga“ Erkan Palesch weiterentwickelt wurde.
Aber auch in Sießen fanden junge Fußballerinnen Unterstützung des Vereins, allen voran Abteilungsleiter Raphael Eberle, die am aktiven Spielbetrieb teilnehmen wollten.
Die langjährigen, sehr gute Beziehungen beider Vereine brachten die Fußballerinnen zusammen und mit „Erfolgstrainer“ Andreas Widmann fand sich ein äußerst engagierter und fähiger Fußballlehrer. Zuerst war lange Zeit, mit Ausnahme einiger Freundschaftsspiele, nur Training angesagt und so fieberte die Mannschaft der 1. Aktiven Saison im Jahre 2006/07 als SGM Sießen/Illerrieden entgegen. Kontinuierlich verbesserte sich die Mannschaft von Saison zu Saison und wurde in der Saison 2012/13 mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Regionenliga belohnt. Eine tadellose sportliche Leistung mit einer grandiosen Meisterschaftsfeier.
Einziger Wehmutstropfen, nach 6 Jahren unermüdlichem Einsatz beendete Meistertrainer „Wide“ sein Engagement. 
Manuel Sacher übernahm den Trainerstab. Doch bald musste die Mannschaft feststellen, dass die Regionenliga sportlich im Grenzbereich ihrer Möglichkeiten liegt. 
Also war nach der Saison 2013/14 nach dem Abstieg Schluss mit den Sonntagmorgenausflügen ins Allgäu oder Bodenseeraum für die treue Fangemeinde.
Mit Rainer Hunger konnten die Verantwortlichen einen erfahrenen Trainer verpflichten, der zusammen mit Tim Rohmer die Mannschaft sportlich und kameradschaftlich engagiert bis zum Ende dieser Saison führte.
Das Abenteuer Frauenfußball geht zu Ende. Mit sportlichen Höhen aber auch Tiefen, persönlichen Erfolgen aber auch Verletzungspech, Euphorie aber auch Skepsis, Stolz aber auch Belächelung. Was aber sicher bleibt, ist eine „gnadenlos geile Zeit“, aus der Freundschaften entstanden, die in der „normalen Fußballwelt“ ihres gleichen suchen.
Bleibt noch Dank zu sagen an alle Freunde des Frauenfußball, Gönner, Trainer, den Verantwortlichen beider Vereine, Anika Hauenschild als langjährige Spielleiterin und allen die zum Spielbetrieb in irgendeiner Weise beigetragen haben.
Zu guter Letzt an die treue Fangemeinde, die die Mannschaft stets unterstützte.

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